
Zu den aktuellen Entwicklungen in der Stadtholding Landau GmbH nimmt Vorsitzende Jennifer Braun im Namen der SPD-Stadtratsfraktion wie folgt Stellung.
Der Rückzug von Daniel Zacher als Geschäftsführer der Stadtholding Landau GmbH überrascht, ist aber folgerichtig angesichts der unterschiedlichen Ansichten auf die Ausübung seiner Tätigkeit. Als Geschäftsführer einer sogenannten Eigengesellschaft, die zu 100 Prozent der Stadt gehört, ist es selbstredend, dass demokratische Gremien einzubeziehen sind und Kompromisse gefunden werden müssen. Gerade auch weil es um die Daseinsfürsorge und damit um einen öffentlichen Auftrag geht, den die aus Steuermitteln finanzierte Stadtholding zu erfüllen hat. Aus unserer Sicht sind hier von Beginn an Welten aufeinander geprallt, die nicht miteinander zu vereinbaren waren.
Als SPD-Fraktion haben wir dies mehrfach verdeutlicht und im Auftrag unserer Bürgerinnen und Bürger darauf hingewiesen, dass die Aufgaben der Stadtholding im Sinne einer gemeinwirtschaftlichen Ausrichtung auszuüben sind. Diese Zielsetzungen stehen damit im Gegensatz zu einem reinen betriebswirtschaftlichen Handeln einer auf Gewinnmaximierung ausgelegten Gesellschaft.
Gerade auch mit Blick auf die nicht einfach zu realisierende Sanierung des LaOla und die Gründung der beiden neuen GmbHs, die wir allen voran im Kulturbereich als äußerst kritisch ansehen, gilt es nun eine Nachfolge zu finden, die weiß, auf was sie sich einlässt und demokratische Gremien sowie Gemeinwohlinteresse nicht als Last, sondern als Bereicherung ansieht.
Für seine berufliche Zukunft wünschen wir Daniel Zacher alles Gute.