„Wer sich Fair Trade-Stadt nennt, sollte auch verstärkt auf faire Produkte achten“, erklärt Vorsitzende Jennifer Braun stellvertretend für die SPD-Stadtratsfraktion, die für den letzten Stadtrat des Jahres am 17. Dezember 2025 einen Prüfantrag mit Fokus auf fair gehandelte Getränke und einer konkreten Unterstützung des Landauer Weltladens.
„Obwohl sich die Stadt Landau bereits seit 2018 Fair Trade-Stadt nennt, greift die Verwaltung nur sehr bedingt auf fair gehandelte Produkte zurück. Mit unserem Antrag möchten wir daher einen Impuls setzen, damit endlich auch von der Verwaltung gelebt wird, was die Politik seit Jahren propagiert“, erläutert Magdalena Schwarzmüller, stellvertretende Fraktionsvorsitzende, die gemeinsam mit Jennifer Braun und Florian Maier den Antrag für mehr faire Produkte unterzeichnet hat.
„Bestärkt durch Gespräche mit dem Landauer Weltladen, der unseren Antrag unterstützt, fordern wir die Verwaltung daher auf, in den Büros des Stadtvorstandes nur noch auf fair gehandelten Kaffee, Tee und soweit als möglich Kaltgetränke zurückzugreifen. Ebenso sollen städtische Präsentkörbe künftig mit mindestens zwei Produkten aus dem Weltladen ausgestattet sein“, so die SPD-Fraktionsvorsitzende.
Die Umwelt im Blick hat auch der zweite Antrag der SPD-Stadtratsfraktion, der sich mit dem gültigen Streusalzverbot in Landau befasst. Denn, obwohl dieses gemäß Straßen-reinigungssatzung bereits seit Jahrzehnten gilt, nutzen noch immer Menschen Salz, wenn durch Schnee und Regen Glätte droht. „Streusalz ist nachweislich für Bäume, Pflanzen, Tiere, Gewässer, aber auch für Fahrzeuge und Bauwerke schädlich. Hierauf sollte die Stadt über die dafür zuständige Klimastabstelle und das Umweltamt verstärkt hinweisen und Alternativen aufzeigen, um gegen glatte Gehwege vorzugehen“, erläutert Jennifer Braun.

Zu guter Letzt blickt die SPD auch auf geplante Baumaßnahmen und stellt klar: Eine gleichzeitige Sperrung von zwei Haupteinfahrten muss verhindert werden. Klaus Eisold, stellvertretender Fraktionsvorsitzender, erklärt: „Landau braucht verlässliche Mobilität. Doppel-Sperrungen an den Haupteinfahrten würden Stadtleben, Wirtschaft und ÖPNV unverhältnismäßig belasten. Umso mehr muss eine gleichzeitige verkehrsrelevante Sperrung der zentralen Zufahrten Wollmesheimer Straße (mit vorgesehener Vollsperrung) sowie am Kreisel Landau-Nord aus-geschlossen und beide Baumaßnahmen entsprechend zeitlich entkoppelt terminiert werden.“